Mostarda Mantovana

Die eingelegten Senffrüchte sind unabdingbar, will man Tortelli di Zucca herstellen. Aber auch als Beigabe zu Blauschimmelkäse und derlei sind sie bestens geeignet. Ich habe das schon ausprobiert. Natürlich kann man sie auch im gut sotierten italienischen Supermarkt erwerben. Aber da das Schicksal wollte, dass mir zur Unzeit (noch am Ende des letzten Jahres) Quitten ins Haus geflattert kamen, konnte ich nicht wiederstehen. Ich hielt mich streng an Claudios Rezept. Die Zubereitung ist denkbar einfach, erstreckt sich jedoch über vier Tage.

Für die Mostarda Mantovana (ca. 6 Gläser à 220 ml):

  • 1 kg Quitten
  • 500 g Zucker
  • 2 EL scharfes weißes oder gelbes Senfpulver (ich: Spice Islands)

mostarda mantovana serie 2

Am ersten Abend schälte und entkernte ich die Quitten, vermengte sie mit dem Zucker und ließ sie abgedeckt an einem kühlen Ort ziehen. Am zweiten Abend gab ich die Quitten in ein Sieb, fing den ausgetretenen Saft auf und köchelte ihn ca. 1 Stunde lang zu Sirup. Damit übergoss ich die Quitten und ließ sie erneut abgedeckt ziehen. Am dritten Abend wiederholte ich das Prozedere des Vorabends und ließ sie wiederum abgedeckt ziehen. Am vierten Abend schließlich kochte ich die Quitenwürfel im entstandenen Sirup ca. 15 Minuten bei schwacher Hitze, bis sie weich waren. Nach dem kompletten Erkalten rührte ich das Senfpulver unter, widerstand der Versuchung, gleich zu probieren und füllte die Mostarda in sterile Gläser ab. Nach zweiwöchiger Ziehzeit im Kühlschrank konnte ich endlich kosten. Was für ein Hochgenuss!

 

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13 Gedanken zu „Mostarda Mantovana

  1. Liebe Eva,
    am Samstag habe ich überraschend im Andronaco herrlich reife und duftende Quitten bekommen. Sag mal, du füllst die Quitten abgekühlt in die Gläser?? Ich hätte sie jetzt wohl eher heiß eingefüllt … wegen Vakuum … und Haltbarkeit?! Gibt`s einen besonderen Grund dafür?
    Liebe Grüße Maren

    • Liebe Maren. Wie wundervoll! Ja, ich habe die Quitten abgekühlt eingefüllt, da ja auch erst dann das Senfpulver untergerührt wird. Da die Quietten dermaßen kandiert sind, müssen sie wohl nicht unbedingt vakuumiert sein. Ich bewahre die Gläser sicherheitshalber im Kühlschrank auf.
      Liebe Grüße,

      Eva

  2. Seit ich dieses Rezept bei Claudio gesehen habe zwickt es mich. Dein Post bei Robert liess mich wissen, dass du es zubereiten wirst. Eh voilà – ebensolche Begeisterung ! Nun werde ich Ausschau nach Quitten halten. Vermutlich funktioniert es aber auch mit anderen Früchten.
    Ich auch haben will 😉

    • Ja, mich hat es auch nicht mehr losgelassen und Kürbis gibt’s ja noch. Und ja, Mostarda gibt es z. B. auch aus Trauben, Äpfeln, Birnen oder Kirschen. Muss man ja auch nicht unbedingt selbst machen. Im Netz gibt es genug Angebote. 🙂

  3. So, in meiner Balkoniengartenhütte sind 3 Quitten, von denen ich nicht wusste, was ich damit machen soll. Die haben genau darauf gewartet. Wird zwar nicht so viel werden, aber ich freu mich auch auf ein einzelnes Glas. 🙂
    Wehe, meine Quitten sind schon hinüber!

  4. Pingback: (K)ein leeres Versprechen? | Kochpoetin

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