Quergedacht: Mayonnaise abgespeckt

Zu Mayonnaise hatte ich bislang ein durchwachsenes Verhältnis. Die wunderbare Zauberstab-Methode funktioniert scheinbar nur, wenn man eine Ölmenge von mindestens einem Viertelliter zur Herstellung benutzt, aber was macht man in einem 2-Personen-Haushalt mit einer so großen Menge an Mayonnaise, deren Haltbarkeit aufgrund des frischen Eigelbs recht begrenzt ist? Und was macht man, wenn man dennoch nicht auf sie verzichten möchte. Die Lösung des Problems zu finden, hat ein Weilchen gedauert. Und sich so intensiv mit Themen der Patisserie zu beschäftigen, erwies sich wieder einmal als extrem hilfreich. Dort wird Eigelb oft weißschaumig aufgeschlagen, entweder mit Zucker oder mit Zuckersirup, und bekommt so eine erstaunlich zähflüssige Konsistenz. Was also, wenn man ein Eigelb mt Senf, etwas Zucker, Zitronensaft, Salz und Pfeffer aufschlüge und nur wenig Öl hinzu gäbe, dachte ich mir und probierte es einfach aus.

Für die abgespeckte Mayonnaise:

  • 1 Eigelb
  • 1/2 TL Senf
  • 1 TL Zitronen-, Limettensaft oder milder Essig
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 20 g neutrales Öl (Maiskeim-, Sonnenblumenöl oder ähnliches)

majonaise serieWichtig ist, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben. Zur Not kann man Eigelb, Senf und Zitronensaft in eine Schüssel geben und sie ca. 10 Minuten in ein warmes Wasserbad stellen. Als es soweit war, schlug ich alles mit dem Handrührer einige Minuten (ca. 5?) auf, bis die Masse dicklich und weißschaumig war. Dann gab ich unter Rühren das Öl erst schlückchenweise hinzu. In kürzerster Zeit erhielt ich eine sehr, sehr dickflüssige Creme. Natürlich kann man die Ölmenge nach Belieben erhöhen und wahrscheinlich wird die Mayonnaise dadurch auch noch erheblich fester. Aber für meinen Geschmack passt es so ganz ausgezeichnet. Die angegebene  Menge reicht z. B. für das Bestreichen von 4 Burger-Brötchen-Hälften.

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15 Gedanken zu „Quergedacht: Mayonnaise abgespeckt

  1. Pingback: Va bene! | Kochpoetin

  2. Eine wirklich interessant Variante, die ich mir gleich mal für die nächsten Burger (am Wochenende) notiere. Bei mir wird es dann mit einer Person ja noch blöder, was die Menge betrifft und so ist Deine Variante einfach ideal 😀

  3. Ach Eva, Superwoman! Du darfst raten, wer stets vor genau dem gleichen Problem steht wie Du! Im Supermarkt in Kerlegefilden gibt es zwar Mayo in Minibeuteln – allerdings bin ich jedes Mal erstaunt, was da noch so alles drinsteckt, das ich aber ganz bestimmt nicht auf unseren Tellern wissen will. Sei Dir also sicher, dass diese Variante bei nächster Gelegenheit getestet wird :)!

  4. Pingback: Best Burger in town – revisited | Kochpoetin

  5. Das ist eine super Idee, Eva! Ich mache schon immer ganz kleine Mengen Mayo, aber es bleibt trotzdem immer was übrig. Und aufheben finde ich …komisch, bei dem rohen Eigelb. Ich habe auch schon Mayo ohne Ei probiert…das funktioniert und man kann es lagern….aber es schmeckt nicht.

    • Danke, Susanne. Die eifreie hat mir auch nicht besonders zugesagt und eben, rohes Eigelb lange lagern, das gefällt mir auch nicht. So ist sie wirklich lecker und sofort aufzubrauchen. 🙂

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