Gelbe Currypaste

Es lohnt sich auf jeden Fall, die ganze Menge Paste herzustellen, da das Prozedere ein wenig dauert. Im Kühlschrank hält sie sich bestimmt zwei Wochen. Man kann sie jedoch auch portionsweise (Eiswürfelbehälter) einfrieren. Ich benutze zwar auch gelegentlich gekaufte Currypasten (ohne Geschmacksverstärker etc. pp), die an sich ganz gut schmecken. Aber ich finde, dass es ihnen an Frische und „Tiefe“ fehlt. Und außerdem reguliere ich den Schärfegrad gern selbst.

Für die gelbe Currypaste (ergibt gut 100 g):

  • 1 kleine (extra scharfe) rote Chili
  • 1 Stückchen Galgant, ca. 3 cm, geschält, grob gehackt
  • 2 Kurkumawurzeln, geschält, grob gehackt (ersatzweise 1 geh. TL Kurkumapulver)
  • 3 Knoblauchzehen, geschält, grob gehackt
  • 3 Schalotte, geschält, grob gehackt
  • 1 Stängel Zitronengras, grob gehackt
  • 1 Kaffirlimette (ersatzweise 5 Kaffirlimettenblätter, Mittelrippe entfernt und 15 g Limettensaft)
  • 1 EL Kreuzkümmelsamen
  • 2 EL Koriandersamen
  • 2 Sternanis
  • 1 Zimtstange (oder 1 geh. TL Zimt)
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Garnelenpaste (in Folie angeröstet)
  • 1 gute Prise Salz

gelbe currypaste serieZunächst röstete ich Kreuzkümmel, Koriander, Sternanis und Pfeffer trocken in der Pfanne, bis sie zu duften begannen. Nach kurzem Abkühlen mahlte ich sie in der Gewürzmühle fein. das geht auch mit dem Mörser, ist allerdings schweißtreibender. Herr H. hatte in der Zwischenzeit die übrigen Zutaten bereit gestellt und die Garnelenpaste in ein Stückchen Alufolie gewickelt und geröstet. Man kann nun, wenn man einen entsprechend großen Mörser hat, alle Zutaten von Hand zu einer homogenen Paste zerstoßen. Ich mache das mit dem Zerkleinerer, da mein Mörser zu klein ist und es mir, ehrlich gesagt, zu anstrengend ist. Wird die Paste beim Zerkleinern zu fest, kann man etwas Wasser, Limettensaft oder Pflanzenöl hinzufügen. Die Paste sollte so fein wie möglich sein. Das dauert schon ein Weilchen (wenn man keinen Turbo-Power-Mixer hat).

Aus: Rezepte aus Thailand Thomas Feller

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20 Gedanken zu „Gelbe Currypaste

  1. Vor vielen, vielen Jahren habe ich mich mal an die Zubereitung von roter Currypaste gemacht – und im Anschluss geschworen, dass ich die Heidenarbeit, nie mehr auf mich nehmen werde 😉 Zumal es in einschlägigen Thai-Shops bei uns tip top selbstgemachte Pasten nach Art des Hauses gibt. Wenn ich mir das leuchtend gelbe Glas voll geballtem Geschmack so anschaue, dann kriege ich gleich grosse Lust das mal wieder zu probieren! Zumal mir die gelbe Paste eigentlich fast am besten schmeckt 😉

    • Ich gebe zu, dass es schon ein wenig aufwendig ist, die Pasten selbst herzustellen, aber sie halten im TK ja durchaus ein Weilchen und ich bin manchmal sehr froh, wenn ich einfach etwas davon nehme, etwas Gemüse, etwas Kokosmilch und hmmmm. So einfach! Von daher lohnt es sich schon. Und du hast doch bestimmt einen leistungsstarken Mixer, oder? 😉

  2. Ui, du warst fließig am Bloggen am Wochenende. Ich war sogar zu faul, um in Blogs zu lesen. 😉

    Ich hab auch immer fertige Currypaste im Tiefkühler, weil man kann sowieso nie so eine kleine Menge machen, dass sie nur für ein einziges Mal reicht, außerdem ist es ungemein praktisch, so eine „Brennpaste“ schnell mal rauszunehmen und ein gschwindes Essen aus dem Handgelenk zu schütteln.

    • Und nebenbei habe ich noch die Küche meiner Mutter renoviert. 😉 Aber es gibt durchaus auch diese faulen, gemütlichen Wochenenden, an denen wir nur kochen und herumhängen. 😉
      Currypaste im TK ist ein Lebensretter! 🙂

    • Ich habe gerade mal nach „vegan shrimp paste“ gegooglt. Die Empfehlungen reichen von Worcestershiresauce bis zu etwas Hoisinsauce. Einige meinten, sie hätten einfach etwas Sojasauce in die Currypaste gegeben und keinen Unterschied geschmeckt. Die Paste sorgt ja auch nur für einen gewissen Umami-Effekt.

  3. Ertappt. Das ist auch so etwas, was ich nur alle Jubeljahre selber mache. Herr C. mag ja weder scharfes, noch Curry, da vergammelt die Paste regelmässig im Kühlschrank. Ich halte mich an die kleinen Päckchen mit 30 oder 50 Gramm Inhalt, die reichen bei sehr, sehr lange.

    • Wieso ertappt? Ich benutze auch gelegentlich Fertigprodukte. Warum auch nicht? Man hat ja auch noch ein Leben außerhalb der Küche. 😉
      Und eingefroren hält so eine Paste viel länger als im Kühlschrank. 🙂

  4. Pingback: Kaeng Ham Booh oder mission possible | Kochpoetin

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