Gastbeitrag: Vitamine unerwünscht!

grünkohl 4Es gibt eine Zeit im Jahr, in der überfällt den gemeinen Nordfriesen ein übermächtiges Verlangen nach Grünkohl. In der Regel beschränkt sich dieser Zeitraum allerdings nur auf Monate mit einem „r“ im Monatsnamen. Schon seit langem lag ich Eva in den Ohren, sie möge doch bitte Abhilfe schaffen, der Mai sei noch so lange hin. Und tatsächlich vernahm ich letzte Woche das „Sesam öffne dich!“, all meiner Portemonnaies, Sparschweine und Bankkonten: „Schatz, heute abend gibt es Grünkohl!“ Was hatte Sie vor? Ein neuer Herd, ein neues Fahrrad oder gar ein Zelt? Nein, keine Hintergedanken. „Ich will Dir nur eine Freude machen, dafür schreibst Du den Post.“ Sei’s drum. Eva präsentierte diverse Rezepte aus unserem temporären Kochbuchfundus. Da war zwar Grünkohl drin, aber sie hatten mit norddeutschem Grünkohl so rein gar nichts zu tun und ich winkte ab. Ich wollte den besten Grünkohl und den gab es anno 1980 traditionell direktemang nach dem Biikebrennen bei Gerda W. (tut mir leid, Mutti). Ein Anruf genügte und ich erhielt strompostwendend das Originalrezept.

Für 2 Nordfriesen auf Grünkohlentzug oder 4 Personen:

Fleischbrühe:

  • 500 g Schinkenräucherschwarten, ca. 2 Std. in wenig Wasser ausgekocht (ich: 2 Kassler Nackenkoteletts, ca. 400 g))
  • (ich: 1 halbe Zwiebel mit Schale)
  • (ich: einige Körner Piment und Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, etwas Meersalz)

brühe serieDa Eva sich ausnahmsweise relativ spontan entschlossen hatte, ließ sich keine Schinkenräucherschwarte mehr auftreiben, aber ich hatte letztens noch zwei schöne Stücken Kasslernacken im TK gesichtet. Nach dem Auftauen gab Eva sie mit Zwiebel und Gewürzen in einen Topf, bedeckte sie knapp mit Wasser und köchelte sie sanft für rund eine halbe Stunde. Sie nahm sie die Koteletts heraus, legte sie beiseite und siebte die Garflüssigkeit ab. Der Geruch kam mir doch schon recht bekannt vor.

Für den Grünkohl:

  • 750 g Grünkohl, nach dem Putzen gewogen (Frau W. empfahl eine große Dose vorgekochten Grünkohl von Lüders)
  • 2 EL Schweineschmalz
  • 1 große Zwiebel, grob gehackt
  • 1 EL Zucker
  • Fleischbrühe
  • Kassler
  • 150 g Kohlwürste
  • 2 EL scharfer Senf
  • schwarzer Pfeffer, Salz
  • evtl. Kartoffelpüreeflocken zum Andicken

grünkohl serieIch erhitzte das Schweineschmalz in unserem größten Topf, briet die Zwiebelwürfel darin glasig, streute den Zucker darüber und stopfte nach und nach den ganzen Grünkohl dazu, den ich zuvor auf mühevolle Weise gewaschen hatte. Der auf dem Markt gekaufte Kohl war zum Glück schon recht sauber. Ich gab die Brühe hinzu, wartete, bis der Grünkohl einigermaßen zusammengefallen war und ließ ihn abgedeckt eine gute Stunde kochen. Es dauerte nicht lang und ein feiner Kohlduft durchdrang die Wohnung, Eva rümpfte die Nase und reinigte durch gelegentliches Stoßlüften die Luft. Sie ist gebürtige Niedersächsin und ihr Verhältnis zum Grünkohl weniger stark ausgeprägt. Das wundert mich nicht, ich sage nur Bregenwurst und Pinkel. Eine Stunde des Köchelns war um, mir lief schon das Wasser im Mund zusammen, dann gab ich die Kohlwürste in den Topf. Eva hatte zwar Recht, dass mit dem Kassler eigentlich schon genug Fleisch in dem Gericht sei, aber Grünkohl ohne Kohlwurst geht einfach gar nicht. Sie lenkte ein, bestand aber darauf, den Grünkohl nicht auf traditionelle Weise mit Püreeflocken zu binden. Ich vertraute auf ihre Kochkunst. Sie entnahm am Ende der Garzeit ca. 2 große Kellen Grünkohl, gab Senf und ca. 1 EL Stärke hinzu, pürierte alles fein und gab es zurück in den Topf. Der Grünkohl hatte nach weiterem kurzen Köcheln eine perfekte Konsistenz, nämlich gar keine. Ein schöner, glänzender, bundeswehrparkagrüner Brei, mausetot. Ich schmeckte mit Salz, Pfeffer und Senf ab und kümmerte mich um die Kartoffeln.

Für die karamellisierten Kartoffeln:

  • ca. 300 g kleine Kartoffeln (wir hatten leider nur größere)
  • 1 – 2 EL Butterschmalz
  • 2 EL Zucker
  • Salz

kartoffel serie

Ich wusch die Kartoffeln und garte sie gute 25 Minuten als Pellkartoffeln in ausreichend Wasser. Vor dem Pellen ließ ich sie erstmal eine ganze Weile abkühlen, dann lassen sie sich leichter schälen. Diese dann in Butterschmalz rundum knusprig braun braten, das geht mit kleinen runden Kartoffeln wunderbar. Die Kartoffeln ganz leicht salzen und dann den Zucker darüber streuen und schön karamelisieren lassen. Natürlich gehen auch normale Bratkartoffeln, besser noch beide Sorten falls man mal Gäste hat.

Absolutes No-Go sind Salzkartoffeln oder gar Reis, wenn schon fett, dennschon. Das wäre wie Hermé mit Diätsprühsahne, Finger weg!

grünkohl 1Fazit:

Nachdem ich meine zweite Portion des köstlichen Grünkohls verdrückt hatte, musste selbst ich die Segel streichen. Genüsslich lehnte ich mich zurück, um dem Aquavit ein bischen Platz zu schaffen und überlegte. Ja, so muss Grünkohl sein, glänzen muss er und kein Vitaminchen darf überleben. Auch Eva war scheinbar recht zufrieden mit dem Ergebnis. „Schmeckt besser als sonst“, war ihr Resumé. Tatsächlich schmeckte mir der Grünkohl sogar noch besser, als ich ihn in Erinnerung hatte, und ich bin sicher, dass lag an der Extraportion Liebe, die in das Gericht auf magische Weise hineinwanderte.

Rezept: Leicht abgewandelt nach Gerda W.

 

 

Advertisements

48 Gedanken zu „Gastbeitrag: Vitamine unerwünscht!

  1. Lieber Herr H., bitte mehr davon – selten habe ich einen so amüsanten Grünkohl-Beitrag gelesen ;-).

    Ich komme zwar aus der Salzkartoffel-Ecke des Nordens, aber auch bei uns darf Grünkohl Mit Pinkel keinesfalls gesund daherkommen, ich unterschreibe alles dazu von Dir Gesagte. Klingt jedenfalls alles köstlich – liebe Eva, bei dem so gelungenen Wurf würde ich in Sachen neues Rad oder Zelt ja nochmal nachverhandeln ;-).

    • Ich fürchte, dass das mit den Gastbeiträgen nicht so häufig vorkommen wird. Herr H. muss sich schließlich schon um die Fotos kümmern, da bleibt nicht soviel Zeit.
      Und Nachverhandeln muss ich zum Glück gerade nicht. Ich habe derzeit tatsächlich keine materiellen Wünsche. 🙂

    • Das tut mir leid, echt! Ich werde ein Care-Paket schicken. 😉 Freut mich sehr, von dir zu hören. Ich hoffe, du hast die „Pause“ gut überstanden. 🙂
      Liebe Grüße,
      Eva

  2. Grünkohl! Eines der wenigen Gerichte, die in der Mensa zuverlässig gut waren – ein großer Topf schadet da eben nicht. Inzwischen esse ich ihn häufiger kurz gekocht und ganz anders gewürzt, aber mindestens einmal „klassisch“ pro Saison muss sein, da stimme ich Herrn H. zu!

    • Bei euch gab’s Grünkohl in der Mensa? Hm, vielleicht hätte ich doch öfter mal dort vorbeischauen sollen. 😉 Aber nach einem Freitagseintopf mit Nudeln, Reis, Kartoffeln und allerlei undefinierbarem drin, war’s das für mich mit Mensa.
      Und mit kurz gekochtem Grünkohl kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Da nehme ich sattdessen lieber Spinat. 🙂

  3. Grpnkohl gibt es hier auf allen Märkten zu kaufen- nur leider kann ich all diesen zu brei gekochten grünen Gemüsen aber ao garnix abgewinnen, egal ob das Spinat, Mangold oder eben Grünkohl ist. Bleibt umsomehr für euch- und die Karamell-Kartoffeln find ich super!

    • Danke, Ninive. Zu Brei gekochtes Gemüse mag ich ansonsten auch nicht, aber Grünkohl bleibt schrecklich hart und strunkig, wenn man ihn nur kurz kocht. Ich habe es probiert…

  4. Hallo Herr H. – ein ganz wunderbares Gericht! Wir sind hier auch schon in den Genuss gekommen, von einer echten Norddeutschen gekocht, da hat der Bruder einen guten Fang gemacht 😉

    Leider gibt es hier Grünkohl nur selten auf dem Markt, aber ich werde Ausschau halten – ich könnte mal wieder…

  5. Oh ja, Schwiegermutters Grünkohl ist und bleibt der beste der Welt!
    Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen – und morgen starten wir ein 4-Wochen-vegan Projekt… Jetzt muss ich zur Ablenkung und Einstimmung aber gaaanz schnell ein paar leckere vegane Rezepte lesen 😉
    LG Svenja.

    • Oh, ganz schlechtes Timing. 😉
      Macht ihr das vegan-Projekt nach einem bestimmten Buch (Hildmann)? Oder einfach so? Respekt auf jeden Fall, ich weiß nicht, ob ich mich dazu druchringen könnte…
      Liebe Grüße,
      Eva

      • Ja genau, der Hildmann. Die Gründe sind vielfältig, unter anderem geht es um die Frage, wie sich der Verzicht auf Milchprodukte auf die Haut von J auswirkt.Und das eine oder andere Kilo Hüftspeck… Und die Lust, dass einfach mal zu machen. Aber auf Dauer? Nö. Wobei ich sehr freudig überrascht bin , dass mein geliebter Milchkaffee tatsächlich mit Sojamilch schmeckt. Und sie lässt sich schäumen. Beides hatte ich nicht erwartet. (Und ja, Herr Hildmann empfiehlt grünen Tee statt Kaffee, aber irgendwo gibt es eine Grenze!)

        Vegane Grüße 😉

      • So etwas in der Art hate ich mir schon gedacht. Na, dann drücke ich euch mal die Daumen! Milchkaffee mit Sojamilch allerdings? Du gestattest ein leichtes Schütteln. 😉 Aber ich muss zugeben, dass ich es noch nie probiert habe, ist also bloß ein Vorurteil und es stimmt, auf Kaffee kann ich auch nicht verzichten. 🙂
        Liebe (teilzeitvegane) Grüße 🙂

    • Na, ihr habt meinen Grünkohl ja etwas verändert in der Herstellung, aber das ist meinem ( im Geschmack) wohl recht nahe gekommen!

      Frau W. grüßt herzlich! Bald ist Biike!!!
      Frau W. aus W.

      • Danke, Frau W.. Der Dosenkohl und das Fleisch waren leider so schnell nicht aufzutreiben. Aber Erk war auf jeden Fall sehr zufrieden. Vielen lieben Dank noch einmal für die schnelle Rezeptübermittlung! Und vielleicht schaffen wir es ja zur Biike…
        Liebe Grüße,
        Eva

  6. ich hab bei uns leider noch keinen Grünkohl gesehen, aber ich hab „Grünkohl mit Pinkel“ vor Jahren in Bremen gegessen (hat mir geschmeckt!), als wir im Winter einmal in den Norden geflogen sind, nur um eine Ausstellung anzusehen.
    lg

    • Aha. Ja, ich habe gelesen, dass der Bremer Pinkel auch Fleisch enthält, vielleicht schmeckt der besser. Der niedersächsische ist halt komplett aus Getreide und Fett. Brr.. 😉
      Liebe Grüße,
      Eva

  7. Tja, mein Mann hat mir über die Schulter geschaut, als ich gelesen habe … jetzt muss ich das Rezept ausdrucken und am nächsten Wochenende machen …

      • Liebe Eva, lieber Herr H.!
        Vorweg: Meine geschmackliche Sozialisation hat in Süddeutschland (West) stattgefunden.
        Daher einige Fragen:
        Warum sollte man den Grünkohl waschen? Meiner Waschwasser war danach genauso klar wie davor.
        Hier gab es fast eine Beziehungskrise, weil mein Mann behauptete, man müsse Grünkohl u n b e d i n g t vorkochen, ansonsen gäbe es n u r Blähungen. Zufällig waren Freunde dabei, die sämtliche Großmütter, lebend oder tot, beschworen, dass man das so machen muss. Ich hab’s gemacht, aber: Muss man?
        Warum war bei Euch Stoßlüfungen nötig? Meine roch kaum (und ich habe momentan weder einen Schnupfen noch eine Erkältung).
        Für was eigentlich den Senf (OK, Hinzufügung von Geschmack) und die Stärke (das war und blieb die gleiche grüne Masse)?
        Und vor allem: Warum dieser ganze Aufwand?

        Wie schon einmal: Mein Mann konnte kaum genug davon bekommen und ist nach wie vor am schwärmen, während ich nichts anderes verlange außer einen Schnaps, ach was, zwei!

        In diesem Sinne: Mal wieder danke für ein sehr kommunikatives Abendessen – und das nächste Rezept von Euch suche ich (!!!) aus!

      • Lieber ? Hm „knipserei“,

        das ist ja verdammt schade. Es freut mich natürlich, dass du es tatsächlich probiert hast. Aber das der Grünkohl dir so gar nicht zusagte. Doof. Vielleicht muss man schon damit aufgewachsen und als Kind Möweneier gegessen haben. 😉 Wobei ich zugeben muss, dass ich mich auch nicht für Grünkohl prügeln würde, aber der Herr H. liebt ihn halt so sehr…
        Grünkohl sollte gewaschen werden, da er oft extrem sandig ist. Inzwischen scheint es aber schon perfekt vorgewaschenen zu geben. Da ist das natürlich nicht nötig.
        Vorkochen? Und das Wasser dann wegschütten und ihn neu aufsetzen? Das höre ich zum ersten Mal. Der Kohl wird ja so unendlich lange gekocht, dass alles mögliche kaputt geht. Aber er bleibt ja nun mal Kohl und der bläht bekanntlich immer, je nach Verträglichkeit.
        Lüften musste ich, da die ganze Wohnung leicht süsslich nach Grünkohl roch und ich bin gegen Essensgerüche allgemein recht empfindlich.
        Senf für den Geschmack, ja. UNd Stärke habe ich statt Pfanniflocken zum Binden genommen, da ich wässrige Suppen nicht mag.
        Und der ganze Aufwand? Na, um einem geliebten Menschen eine Freude zu machen, ist doch klar. Für mich würde ich den auch niemals nicht kochen…
        Ich hoffe, du hast beim nächsten Rezept mehr Glück.
        Liebe Grüße, auch an den Gatten,
        Eva

      • Du kannst mich „Knipser“ nennen oder, noch einfacher, Bert.
        Danke für die lange Rückmeldung. Ich habe heute nochmals andere gefragt, die kochen den Grünkohl auch vor, schütten das Wasser weg und beginnen wieder von vorne. Ich muss zugeben, dass Blähungen bei uns jedenfalls ausgeblieben sind.
        Das Binden hätte ich mir, was die Konsistenz betrifft, schenken können, geschmacklich war der Senf jedenfalls nicht unübel.
        Klar, den Aufwand würde ich für mich nie machen — aber da mein Mann ja auch ein netter ist …
        Möveneier würde ich gerne mal probieren … gibt’s die überhaupt noch?

        Liebe Grüße von einem, der mit Schnecken auf dem Teller aufgewachsen ist.

      • Bert finde ich gut!
        Und macnhmal macht man halt Sachen, die man selbst nicht so sehr schätzt – „Liebesdienste“. 😉
        Und Möweneier? Klar. Es gibt ja auch noch massig Möwen. Ich weiß allerdings nicht, ob und wo man sie kaufen kann. Zur Not muss man sich auf die Pirsch machen.
        Schnecken habe ich wiederum noch nie gegessen, aber probieren würde ich sie auf jeden Fall.
        Liebe Grüße,
        Eva

  8. Lecker! Und ich habe noch gar keinen Grünkohl gegessen dieses Jahr, was ich (wie ich jetzt feststelle) dringend ändern muss! Und ich stimme damit überein, das er unbedingt ewig gekocht werden muss, Vitamine hin oder her 😉
    Liebe Grüße, Tring

  9. Grünkohl muss sein, möglichst 2x in der Saison. Auch wir Ostwestfalen mögen ihn sehr! Ich gestehe, ich nehme Tiefkühlkost. Bei uns gibt es zum Glück hervorragende Kohlwurst zu kaufen, geräucherte und rohe. Ich esse lieber die ungeräucherte, aber für den Geschmack ist natürlich die geräucherte Variante unvergleichlich. Essen darf auch mal!! etwas ungesund sein 🙂
    Danke für das tolle Rezept, das wird in dieser Woche ausprobiert.
    Marianne

    • Gern geschehen, Marianne. Mir hat der Grünkohl so wirklich gut gefallen, obwohl ich kein großer Fan bin. Tiefgekühlten hatte ich auch schon einmal (und ich finde tiefgekühltes Gemüse in der Regel klasse), aber den Grünkohl fand ich eher flach im Geschmack. Ich werde demnächst die Dosenvariante testen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Eva

  10. Als Sohn der Rezeptlieferantin bin ich natürlich nicht so ganz objektiv, aber ja – das ist der beste Grünkohl, den es gibt! Und natürlich schmeckt er am besten, wenn da nix mehr lebt drin und wenn man (vorne gegrillt, hinten vereist) vom Biikebrennen kommt. Sehr unterhaltsam, mein Lieber!

    • Danke, Sönke. Es könnte durchaus sein, dass ich meine Grünkohlabneigung aufgrund dieses Rezepts überwinden könnte. 😉 Vielen Dank noch einmal für die „Vermittlung“!

  11. Nun denn, dann gehe ich mal auf die Jagd nach Grünkohl…..da habe ich neulich eine Bezugsquelle aufgetan. Aber was könnte ich denn statt der Kohlwurst nehmen? Mit der ist dann hier in Bayern endgültig Schluß mit lustig…..

  12. Super, so ein Rezept muss sein! 🙂

    Mir fehlt ja als Süddeutsche ein wenig das Verständnis dafür, aber ich habe schon oft in verzückte Augen geblickt, wenn Menschen von sog. Kohlwanderungen berichten. Eine gute Idee, mit Bewegung an frischer Luft Platz im Magen zu schaffen. Alkohol scheint da wohl auch im Spiel zu sein.

    Ich hatte mal Grünkohl mit Pinkel in einer eigentlich guten Gaststätte in Bad Zwischenahn und kann den Hype nicht verstehen; da fehlt bei mir wohl die entsprechende Erinnerung oder das Ambiente. 😉

    Inzwischen gibt es Grünkohl auch hier in Süddeutschland zu kaufen, jedenfalls ab und zu. Der wird bei mir gerne zu Grünkohlchips. 🙂

    • Danke, Barbara. Ich habe früher auch oft Grünkohl in Gaststätten essen müssen und kann deine Verwunderung verstehen. Der war mir immer viiieeelll zu fett und Pinkel ist eine Grützwurst aus Hafer- oder Gerstengrütze und Schmalz. Die mag ich absolut nicht. Eine gute Kohlwurst hingegen… Grünkohlchips habe ich hingegen noch nie gemacht. Lohnt sich das?

      • Dabei war das eine gute Gaststätte – aber das ist halt doch nicht dasselbe…

        Ja, Gründkohlchips lohnen sich wirklich. Kommt auf die Würzung an, ich habe zwei Versionen auf dem Blog, die ganz einfache mit Paprika fand ich am leckersten. Einfach nach Grünkohlchips bei mir suchen. 🙂

  13. Grünkohl kommt erst ganz langsam nach Österreich. Mittlerweile habe ich schon eine Bezugsquelle, aber bin immer nur feig drumherum geschlichen und hab noch nie einen gekauft. Vielleicht sollte ich doch? Am Rezept kann es ja jetzt nicht mehr scheitern.

    • Oh, wahrscheinlich geht der ganze Export in die Schweiz. 😉 Wie wird er denn angeboten, noch an den Stengeln? Das würde ich gut überlegen, es ist sehr, sehr mühsam, sie zu putzen. Warte mal ab, ich habe da einen bessere Idee. 🙂

  14. Hallo aus der Schweiz! Hier schreit alles nach Grünkohl (Federkohl), aber es gibt ihn nur an wenigen Orten zu kaufen! Total lustig. Hatte so meine Anfangsschwierigkeiten mit dem Ungetüm, aber jetzt esse ich ihn auch ganz gerne (besonders als Tzatziki) 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s