Das alte Spiel

Mir geht es eigentlich genau wie Erich/ Houdini, dem ich das Schreiben dieses Artikels „verdanke“. Ich mag keine Kettenbriefe, Schneeballsysteme finde ich dubios und überhaupt. Aber, denn natürlich gibt es eins, sonst würde ich das hier gerade nicht schreiben, es kommt natürlich darauf an, wer wirft und wie er wirft. Erich hat das so charmant gemacht, dass ich schwer nein sagen kann. Also los!

1. Liest Du Bücher, ich meine damit Fiction, also Romane, Erzählungen, etc.?

Ja. Früher bis zu 5 pro Woche, seit ich blogge sind es weniger geworden.

2. Wenn ja, gedruckte oder eBooks?

Ich bin hoffnungslos altmodisch. Ein Buch muss sich anfühlen, riechen und aussehen wie ein Buch.

3. Nochmals wenn ja zu 1, nenne bitte einen oder mehrere Autoren, die Dir liegen.

Das ist ein weites Feld. Ich bin (fast) Allesleser. Meine Lieblingsautor seit ca. 10 Jahren ist Haruki Murakami, wobei ich 1Q84 eher schwach fand. Ansonsten wären da noch Luo Lingyuan, Jo Nesbö, Astrid Rosenfeld, Wiliam Shakespeare, Emily Dickinson, Siegfried Lenz, Günther Grass, Michel Houellebecq, J. W. v. Goethe und noch viele, viele mehr, die mir jetzt aber spontan nicht einfallen.

4. Hast Du ein Abo für eine Zeitung in Papierform, liest Du über Zeitgeschehen im Internet?

Nein. Weder noch. Ich habe festgestellt, dass ich erstaunlich gut informiert bin, wenn ich morgens eine Viertelstunde NDR Info höre.

5. Berührt es Dich, wenn Du Lebensmittel wegwerfen musst?
Sind Dir Nahrungsmittel irgendwie “heilig”, d.h. sollte was auf dem Teller ist aufgegessen werden, sollte was im Kühlschrank ist zubereitet und verzehrt werden, bevor es vergammelt?

Ja. Das hängt vermutlich mit den Erzählungen meiner Großmutter von den letzten Kriegsjahren und den ersten Jahren nach Kriegsende zusammen. Es kommt nur sehr selten vor, dass etwas im Kühlschrank verdirbt. Zur Not wandern Reste auch gern mal in ein Brot. Wenn wirklich etwas so verdirbt, dass es ungenießbar ist, tröste ich mich mit dem Gedanken, dass es zu Kompost und somit zu neuer Nahrung für die nächste Pflanzengeneration wird.

6. Gibt es einen Blog den Du besonders gern besuchst? Falls ja, welchen und wieso?

Es gibt sehr viel mehr als einen. Ich lese ca. 50 Blogs regelmäßig und mag jedes „am liebsten“, weil jedes auf seine Art einzigartig ist. Sie sind in meiner Blogroll aufgelistet.

7. Wenn Du Dich auf einen Lieblingsfilm beschränken müsstest, welcher wäre es?

Sehr schwierige Frage. Einer, den ich alle paar Jahre immer wieder gern anschaue, ist „Fight Club“. Aber ob das mein Lieblingsfilm ist?

8. Nenne bitte ein oder mehrere Deiner Lieblingskochbücher.

Ich habe kein Lieblingskochbuch. Sie wechseln alle paar Monate. Mein dauerhaftes Lieblingsbackbuch jedoch ist und wird wohl auch bleiben, PH10 von Pierre Hermé.

9. Für Food-Blogger: Fotografierst Du simpel in der Küche oder bringst Du das Essen an einen günstigen Platz? Hast Du Beleuchtung, Hintergrund, ein Ministudio oder so etwas?

Wir haben ein improvisiertes „Mini-Studio“ im Wohnzimmer. Eine Tageslichtlampe, zwei Blitze, Tonpapierbögen (für den Hintergrund) und unterschiedliche Holzdekor- und Acrylplatten als Untergründe. Allein an den „Deko-Elementen“ fehlt es noch oft.

10. Mit welche Software bearbeitest Du Deine Fotos?

Herr H. nutzt Photoshop Elements.

11. Informiere bitte über Deine Musikvorlieben, nenne Artisten, Alben, etc.

Ein genau so weites Feld. Es fing an mit den Beatles UND den Rolling Stones, ging weiter mit Neil Young, Bruce Springsteen, David Bowie, the doors, Van Morrison, Led Zeppelin, Jimi Hendrix und fast allen anderen, die Ende der 60er, Anfang der 70er musizierten (ich bin eindeutig im falschen Jahrzehnt geboren!), ging dann weiter mit Placebo, den Smashing Pumpkins, Emiliana Torrini usw. Klassische Musik höre ich auch gern, wobei ich jedoch kein großer Kenner bin. Früher hatte ich eine recht umfangreiche Schallplattensammlung, die ich jedoch vor der langen Reise auflöste. Inzwischen ist Herr H. für die digitale Musiksammlung zuständig. Ich höre Musik inzwischen nicht mehr „nebenbei“, sondern eher selten, dann aber ohne etwas nebenher zu tun.

So, das wäre geschafft. Ich möchte das Gewerfe allerdings nicht weiterführen und werde mir schleunigst einen „No Awards please“-Button besorgen. 😉 Falls jemand Lust hat, Erichs Fragen zu beantworten, kann er es natürlich gern tun. Insgeheim sind wir doch alle ein wenig neugierig, oder?

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12 Gedanken zu „Das alte Spiel

  1. Ich wollte ja eigentlich auch nie wieder die Awardfragen beantworten, ich habe mich ja schon einmal ziemlich am Anfang meines Bloggerinnendaseins dazu hinreißen lassen 😉 Aber wenn ihr alle so nett seid, muss ich mir wohl auch überlegen, ob ich Houdinis Stöckchen annehme…Auf jeden Fall fand ich es interessant ein bisschen mehr von dir zu erfahren bevor wir uns nächste Woche endlich mal in Natura kennenlernen 🙂 Liebe Grüße Melanie

    • Ich finde die Fragen nicht schlimm, sondern nur das kettenhaftige. Wobei es so natürlich nicht weitergeht. Also, ich hoffe, du kannst dir noch einen Ruck geben, damit unser Kenntnisstand ausgewogen ist. 😉 Und ich freue mich!
      Liebe Grüße,
      Eva

    • Goethe ist mir auch später noch (im Studium) begegnet und natürlich lese ich jetzt nicht dauernd Klassiker, was aber nicht der Anstrengung geschuldet ist, mein Leben ist recht entspannt. Aber es kommt gelegentlich vor, dass ich mir welche hervorhole. 🙂

  2. Ich bin bei solchen Blogawarddingens auch immer zwiegespalten. Einerseits blöd und nervig, andererseits bekommt man auch interessante Sachen zu lesen über die Person hinter dem Blog. Danke, so von eine Leseratte zur anderen 😉

    • Ich lese diese Frag-Antwort-Geschichten sehr gern und beantworte sie höchst ungern, nunja, man kann sich nicht immer drücken. 😉 Und es scheint, als seien die meisten Blogger Leseratten, da müsste man doch mal glatt die Zusammenhänge untersuchen…

  3. Ich danke Dir sehr für Deine Antworten, und ich habe sie mit Freuden gelesen, speziell natürlich wegen Murakami, den auch ich als meinen Lieblingsautor bezeichne, nebst den Romanen von Paul Auster, nicht so sehr seinen biographischen Publikationen. Ueber 1Q84 dachte ich ähnlich wie Du. Weil ich im richtigen Jahrzehnt geboren wurde, vielleicht nicht nur, passt die Musik inklusive Klassik ebenso, abgesehen dass mir Placebo, Smashing Pumpkins, Emiliana Torrini nichts sagen, aber ich werde bei Deezer mal reinhören. Und bei den Lebensmitteln ist bei mir die Uebereinstimmung der Ansicht bedingt durch meine Eltern, beide vor 1910 geboren, vermutlich in der Generation deiner Grosseltern.
    Ja, und ich möchte mich noch dem Kommentar der Turbohausfrau anschliessen.
    Ach so, ja, fast vergessen, so ein Ministudio ist sicher super toll, a little envy, wollte sowas hören, deshalb meine Fragestellung 🙂

    • Gern, geschehen, Erich. Ja, der Murakami. Ich erwarte den nächsten (für dieses Jahr angekündigten) Roman mit Spannung und wünschte, ich könnte ihn auf japanisch lesen. Habe sowohl deutsche als auch englische Übersetzungen gelesen und schon zwischen diesen sind die Unterschiede gewaltig. Kann gar nicht sagen, ob besser oder schlechter, einfach unterschiedlich. Von Auster habe ich lange nichts mehr gelesen. Das könnte ich glatt mal wieder
      Und siehst du, du hast das richtige Jahrzehnt erwischt und ich ein Mini-Studio (und einen wunderbaren Fotografen, ich würde das im Leben nicht so gut hinbekommen) 😉
      Von Emiliana Torrini mag ich das Album „Me and Armini“ sehr, speziell „Birds“, unbedingt hörenswert!
      Liebe Grüße,
      Eva

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