BBD#65 Knäckebrot, die erste – Crispbread, the first

knäckebrot mit KnackDa sich scheinbar niemand traut, das erste Knäckebrotrezept einzureichen, mache ich mutig den Anfang. So ganz locker ging es mir auch nicht von der Hand. Der erste Teig ging beim Backen eine so innige Verbindung mit dem Backpapier ein, dass ich alles komplett entsorgen musste. Vor dem zweiten Versuch schickte Herr H. mir zum Ansporn den Link zu einem schwedischen Roggenknäcke. Ich las mir den Bericht aufmerksam durch, dachte mir meine Modifikation dazu und legte los.

Since no one seems to dare handing in the first recipe for crispbread, I bravly go ahead. It didn’t start off smoothly for me neither. The first dough united so firmly with the baking paper while in the oven I had to throw away everything afterwards. Before my second try Mister H. send me a link for a swedish rye crispbread in order to encourage me. I read the article thoroughly, adjusted the recipe just a tiny bit to my taste and got started.

Für den Vorteig:

  • 100 g Roggenvollkornmehl
  • 100 g Wasser
  • 1 reiskorngroßes Stück Hefe
  • 1 TL Sauerteiganstellgut

For the sponge:

  • 100 g wholemeal rye flour
  • 100 g water
  • 1 tiny piece fresh yeast, size of a rice grain
  • 1 tsp rye sour dough starter

vorteigIm Originalrezept wird der Teig ausschließlich durch Hefe gelockert und der ganze Teig über Nacht stehen gelassen. Ich dachte mir, ein wenig Roggensauerteig könnte nicht schaden. Also vermengte ich alle Zutaten und ließ sie abgedeckt ca. 16 Stunden stehen.

The original recipe uses only yeast to losen the dough and the whole dough is left fermenting over night. I thought a little rye sourdough wouldn’t hurt. So I mixed up all ingredients and left the sponge fermenting for about 16 hours.

Für den Hauptteig (ergibt 4 – 5 Knäckebrote, Durchmesser ca. 20 cm):

  • Vorteig
  • 50 g Weizenmehl 550er
  • 50 g Roggenmehl 1150er
  • 40 g Wasser
  • 4 g Salz
  • 4 g Hefe

For the main dough (makes 4 – 5 crispbreads with approximately 20cm diameter):

  • sponge
  • 50 g wheat flour type 550
  • 50 g rye flour type 1150
  • 40 g water
  • 4 g salt
  • 4 g fresh yeast

hauptteigIch gab alle Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel und knetete sie mit dem Handrührgerät ca. 5 Minuten lang. Dann ließ ich den Teig abgedeckt ca. 2 Stunden gehen. Sein Volumen hatte sich in der Zeit mehr als verdoppelt, ich war sehr überrascht. Ich bemehlte die Arbeitsfläche kräftig, roggenlastige Teige sind sehr klebrig, und teilte den Teig in vier Teile, die ich nacheinander 1-2mm dünn ausrollte. Es ist sehr wichtig, dass die Teiglinge so dünn sind, da sie ansonsten zäh statt knusprig aus dem Ofen kommen. Ich stach aus den ausgerollten Fladen mit einer umgedrehten Schüssel Kreise aus und mit dem 6,5er Dessertring ein Loch in der Mitte jeden Fladens. Dann heizte ich den Backofen mit Blech auf 220°C vor und stach zahllose Löcher in die Teigoberfläche. Da mir die mit dem Essstäbchen gestochenen Löcher ein wenig zu klein vorkamen, nahm ich bei den letzten beiden Broten das stumpfe Ende einer Häkelnadel – hätte nie gedacht, dass ich sie noch jemals brauchen würde. Dann zog ich das Backpapier auf das heiße Blech und buk die Brote ca. 8 – 12 Minuten. Die Knäckes sind fertig, wenn ihre Oberfläche leicht gebräunt ist. Am besten Augenkontakt halten!

I put all ingredients for the main dough in a bowl and kneaded the dough for 5 minutes using my handheld electric mixer. After that I let it prove covered for about 2 hours. I was really surprised to see that it more than doubled in volume during this time. I floured the worktop generously, rye dominated dough tends to be very sticky, and divided the dough in 4 pieces. Then I rolled out one piece after another about 1-2 mm thin. It is very importent for the dough to be rolled very thinly otherwise you would retrieve rather tough than crunchy crispbread from the oven. I cut circles out of the thinly spread dough using a bowl und cut a hole right in the middle using a 6,5cm dessert ring. I preheated the oven to 220°C and punctured the crispbreads with a chopstick. Since the holes seemed a bit to tiny I used the bold end of a crochet hook for the last two – never thought I would use one of those ever again. Finally I put the baking paper onto the hot baking sheet and baked the crispbreads for 8 – 12 minutes. They are ready when lightly brown on the surface. Better keep eyecontact!

knäckebrot 5Fazit/ conclusionHerr H, dem ich bereits mittags von meinem Erfolg vorgeschwärmt hatte, nahm ein Knäcke, biss herzhaft hinein, *krach*, und kaute eine Weile mit geschlossenen Augen. Hmmm, sagte er nachdem er den Bissen geschluckt hatte, das ist schon geschmacklich verdammt nah am Wasa Roggen fein. Gut gemacht. Also, so schwer ist es gar nicht. Ich freue mich weiterhin auf eure Rezepte für den BBD#65!

Mister H. whom I already told excited about my success in baking took one crispbread, sunk his teeth into it, *crunch*, and chewed a while on the bite eyes closed. Hmm, he said after having swallowed the bite, that is really coming close to the original Wasa fine rye crispbread. Well done! So it isn’n that difficult and I remain still looking forward to your recipes for BBD#65!

breadbakingday #65-1

Advertisements

31 Gedanken zu „BBD#65 Knäckebrot, die erste – Crispbread, the first

  1. Pingback: Welches Knäckebrot schmeckt am besten? | Lizchens Markt-Gangerl

  2. Pingback: Schwedisches Roggen Knäckebrot | foodies.pixelfreund.ch

  3. Hallo Eva, mir ist gestern siedend heiß eingefallen, dass ich für den BBD noch Knäckebrot backen wollte! Hier ist es endlich, kurz vor Toresschluss….
    Eigentlich wollte ich auch so wunderschönes backen wie du, mit großem Loch und kleinen Luftlöchern, damit wir aber viele unterschiedliche haben, gab es dann doch eines ohne Triebmittel…..

    http://boulancheriechen.wordpress.com/2014/02/26/schnell-einfach-und-mild-michel-knackebrot-mit-buttermilch-und-hafer/

    Liebe Grüße
    Cheriechen

  4. Die sehen ja toll aus 🙂 mindestens genauso schön und lecker wie die Orginale! Mir gefällt das wunderschöne „Häkelmuster“ 😉 Da wird meine auch bald ihren Einsatz in der Küche bekommen. Danke 😉

    Liebe Grüße, Semiha

  5. Mein(E) Go(e)ttin Eva. Was kannst Du alles machen. Als Studenten haben wir mal Knäckebrot in einem Kontaktgrill gemacht. Da müssen noch irgendwo Fotos sein. Falls ich die Finde, poste ich das.

    • Zuviel der Ehre, Toettchen. Ist doch nur Knäckebrot, aber ich war zugegebenermaßen recht stolz, schon beim zweiten Anlauf erfolgreich zu sein. 😉 Hoffentlich findest du die Fotos! 🙂

  6. Ich wollte am Wochenende los legen, aber leider hat es mich flach gelegt… Aber am nächsten Wochenende auf alle Fälle 😀 Vielleicht auch schon jetzt unter der Woche, denn es juckt in den Fingern *g*

    Und wenn alles soweit klappt, gibt es zwei Beiträge. Ich habe nämlich mehrere Sorten auf meine ToDo-Liste und da werde ich gleich mal fleißig dran arbeiten bzw. abarbeiten 😉

    • Mein Gott, jetzt habe ich total vergessen – Dein Knäckbrot schaut großartig aus! Und etwas Sauerteig hat dem Ganzen sichtlich nicht geschadet 🙂 Ich bin kein Fan von fast reinem Roggengebäck, aber zum Kochkäse würde sich das sicherlich gut machen 😉

      • Danke, Sandra. Ja, kochkäse oder Harzer passen super, aber auch einfach mit Butter schmeckte es schon köstlich. 🙂

    • Oh, mist. Gute Besserung. Ich war auch auf dem Weg mich flach zu legen, habe aber zum Glück in letzter Minute noch die Kurve gekriegt. Ich freue mich schon sehr auf deine Beiträge! 🙂

  7. Dein Knäckebrot sieht toll aus! Ich kann mir vorstellen wie das geduftet hat. In meiner Heimatstadt gibt es ein Wasa-Werk. Wenn der Wind richtig steht riecht es in der ganzen Stadt herrlich nach frischem Knäcke-Brot 🙂
    Liebe Grüße
    Emma

    • Danke, Emma. Es roch auch in unserer Wohnung recht appetitlich. Wasa-Werk? Du Glückliche. Da gibt es doch sich auch einen Werksverkauf mit Sonderkonditionen? 😉
      Liebe Grüße,
      Eva

  8. Öhm, da war doch was – wollte mich eigentlich auch am Knäckebrot-Event beteiligen. Danke für die Erinnerung 😉 Dein Knäckebrot sieht super aus! Gab es einen qualitativen Unterschied zwischen Klein- und Großlochknäcke?

    • Danke, Antje. Na dann mal ran an den „Speck“. 😉 Unterschied? Kann ich noch nicht sagen, da das mit den größeren Löchern nicht dünn genug ausgerollt war. Update folgt!

  9. An Knäckebrot habe ich mich noch gar nicht rangetraut und werde erst mal dieses Event von der Weite bestaunen. Ich wusste bis zu dem Event gar nicht, dass man Knäcke selber machen kann. Toll schaut dein Roggenknäckebrot aus!

  10. Seeehr schick! Und sogar in rund mit Loch in der Mitte. Das Thema scheint irgendwie schwierig zu sein, aber: Ich habe dank Dir „mein“ Knäcke-Rezept gefunden, Eva….es kommt bald 🙂

    • Danke, Maren. Ich habe wohl auch ein wenig Glück gehabt: Mal sehen, ob es mir beim nächsten Versuch auch hold sein wird. Dir auch ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Eva

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s