Taler, Taler, du musst wandern…

polenta… von dem einen Blog zum andern. Ich habe sie allerdings nicht gebraten, sondern frittiert, weil mir das bereits bei den Stäbchen so gut gefallen hatte. Dazu gab es einfaches Schmorgemüse und eine leichte Joghurt-Mayonnaise. Auch lauwarm ein perfektes Essen für warme Sommerabende.

Für die Polentaplätzchen:

  • 125 g Instant-Polenta
  • 500 g Wasser
  • je 1 TL Salbei und Zitronenthymian, gehackt
  • Salz, Pfeffer

Ich brachte das Wasser zum Kochen, gab einen Teelöffel Meersalz hinein und unter Rühren Polentagries und Kräuter. Nach 3 Minuten rührendem Köcheln war die Polenta gar. Ich gab sie auf einen Streifen Alufolie und ließ sie abkühlen. nachdem sie abgekühlt war, stellte ich sie für eine Stunde in den Kühlschrank, damit sie fest werden konnte. In der Zwischenzeit bereitete ich das Gemüse vor.

Für das Schmorgemüse:

  • 1 mittelgroße Aubergine, gewürfelt
  • 1 gelbe Paprika, gewürfelt
  • 4 kleine Tomaten
  • 2 Stangen Staudensellerie, Fäden entfernt, in Scheiben geschnitten
  • 2 mittelgroße Möhren, in Scheiben geschnitten
  • 1 kleine Zucchini, in halbe Scheiben geschnitten
  • 2 Lauchzwiebeln, in Ringe geschnitten
  • je 1 rote und grüne Chilischote, entkernt, gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 100 g Weißwein
  • 100 g Wasser
  • Salz, Pfeffer

Da Herr H. noch aushäusig war, musste ich das Gemüse allein schnippeln. Deshalb kommt es auch nicht so elegant daher. Dann erhitzte ich etwas Olivenöl in der Wokpfanne, schwitze Zwiebeln, Chilis und Knoblauch darin an und gab Möhren und Paprika hinzu. Ich goß etwas Wasser an und ließ beides bedeckt ca. 10 Minuten köcheln. Dann gab ich das restliche Gemüse, Tomatenmark, Zucker und Weißwein hinein nud köchelte alles unter Rührern ca. 15 Minuten ohne Deckel, bis nahezu alle Flüssigkeit verdampft war. Ich schmeckte mit Salz und Pfeffer ab und stellte die Pfanne mit Deckel in den auf 50°C vorgeheizten Backofen.

Ich holte die vollkommen erstarrte Polentaplatte aus dem Kühlschrank, stach Taler aus und mehlierte sie. Die Reste wanderten ohne Umwege in Herr. H.’s hungrigen Magen. Er war inzwischen heimgekehrt und freute sich sehr über die Appetithäppchen. Ich erhitzte einen halben Liter Öl in der hohen Stilkasserole auf 175°C und frittierte die Taler portionsweise in wenigen Minuten goldbraun. Herr H. rührte derweil die Sauce.

Für die Joghurt-Mayonnaise:

  • 150 g Joghurt, Fettgehalt nach Belieben, zimmerwarm
  • 50 g Mayonnaise, am besten selbst gemacht
  • 1 EL Minze, gehackt
  • einige Rosa Beeren, grob gemörsert
  • Salz, Pfeffer

polentaFazit: Polenta in jeglicher Form frittiert schmeckt uns sowohl lauwarm, als auch kalt ganz vorzüglich. Das Schmorgemüse ist ein Klassiker, der sich mit etwas höherem Tomatenanteil auch gut als Nudelbegleitung macht. Die Joghurtmayonnaise ist hingegen eine echte Entdeckung. Da ich lange Zeit mit der Herstellung von Mayonnaise auf dem Kriegsfuß stand, bin ich jetzt sehr froh, dass ich sie im Handumdrehen machen kann. Durch sie bekommt auch eher fettarmer Joghurt einen vollmundigen Geschmack.

Polentarezept aus: Die neue vegetarische Küche Maria Elia

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18 Gedanken zu „Taler, Taler, du musst wandern…

  1. Seit Jahren versuchen sich Herr Lieblingsgemahl und ich an Polenta (sowohl Instant als auch im Dauerrührmodus) – und bisher ist das Esserlebnis nie über genießbar hinausgekommen. Die Plätzchen sehen aber sooo lecker aus, die MÜSSEN einfach schmecken!

    • Ich werde mir bald einmal „richtige“ Polenta besorgen und ausprobieren, ob sich das mühsame Rühren lohnt. 🙂 Soll angeblich viel besser schmecken…
      Sag‘ mal Bescheid, ob die Taler bei euch gut ankamen!

    • Pilze sind natürlich sehr klassisch. So habe ich meine erste Polenta damals gegessen, als „Pizza“ mit braunen Champignons, getrockneten Steinpilzen und Parmesan belegt. 🙂

  2. Ich liebe frittierte Polenta und bei mir ist Polenta auch kein Mauerblümchen. In der Südsteiermark gehörte sie schon süß zum Frühstück dazu.und am Abend als Beilage zu allerlei Anderem, was der Garten und der Wald boten.

    • Polenta zum Frühstück? Ja, warum eigentlich nicht. Liegt wohl daran, dass in der Südsteiermark Mais besser gedeiht als Weizen? Wie auch immer. Demnächst werde ich mich an die Südstaaten Maisbrote und Brötchen machen, mal sehen, ob die auch so gut schmecken. 🙂

  3. Wirklich sehr hübsch, die Blümchen! Und so mauerblümchenhaft finde ich Polenta auch gar nicht – zumindest ist sie doch schön gutelaunegelb. Bei mir werden daraus allerdings immer schnöde Schnitten, die in der Pfanne gebraten auch gerne mal anbacken und dann nicht mehr so fotogen aussehen. Frittieren ist bestimmt die bessere Idee – das probiere ich demnächst mal aus!

    • Danke, Sabine. gebraten hatte ich sie vorher auch schon mal und, eben, hübsch waren sie danach nimmer. Und da ich mich gerade in meiner Frittierphase befand, habe ich’s einfach probiert und war begeistert! Gutelaunegelb, schönes Wort. 🙂

    • Tja, wofür Weihnachtsausstecher nicht alles gut sein können. 😉
      Ich bin auch kein großer Fan von Breien aller Art, aber so schön knusprig mag ich Polenta richtig gern!

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