Som Tum – Thailands Salat Nummer Eins

papaya18Das wichtigste beim Grillen sind für mich die Beilagen. Um Würste reisse ich mich nicht und höchstens ein schönes Stück Steak oder Lamm findet den Weg auf meinen Teller. Dafür gibt es umso mehr Gemüse, Salate in allen Variationen, Crèmes, Kräuterquark und natürlich frisches Brot. Auf der Suche nach neuen Salatvarianten stieß ich auf den in Thailand sehr berühmten süßsauren Salat von grüner Papaya und im Asia-Laden meines Vertrauens konnte ich eine grüne, unreife, Papaya erwerben. Wer dieses Glück nicht hat, kann die Papaya natürlich durch Möhren oder Speiserüben ersetzen.

Für den Salat:

  • 300 g grüne Papaya, geschält, entkernt, geraspelt (ersatzweise Speise- oder Steckrübe)
  • 100 g grüne Bohnen, schräg in Scheiben geschnitten (ich: Thai-Schlangenbohnen)
  • 1 rote Paprikaschote, in schmale Streifen geschnitten
  • 1 mittelgroße Tomate, entkernt, in Streifen geschnitten
  • 4 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 2 Handvoll frische Minzeblätter
  • 50 g Ednusskerne, geröstet

PapayasalatHerr H. schnippelte sämtliches Gemüse, während ich die Erdnüsse trocken in der Pfanne röstete, die Bohnenscheiben ca. 5 Minuten blanchierte, abschreckte und die Zutaten für das Dressing zusammen suchte.

Für das Dressing:

  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 2 frische rote Chilischoten, entkernt
  • 1/2 TL grobes Meersalz
  • 4 EL helle Sojasauce
  • 4 EL Limettensaft
  • 4 EL gehackter Palmzucker oder brauner Zucker

serie1-klIch schnitt zunächst Knoblauch und Chilis in kleine Würfel, hackte den Palmzucker und gab alles mit dem Salz in den Mörser. Das Mörsern dauert zwar ein wenig und ist recht schweißtreibend, aber ich finde, dass man im Mörser eine feinere Paste erhält, als im Zerkleinerer. Anschließend gab ich Sojasauce und Limettensaft hinzu und schmeckte ab. Süß, sauer, salzig und scharf sollten sich im Gleichgewicht befinden. Das kam hin. Herr H. gab alle Salatzutaten in eine Schüssel, hob das Dressing unter und nach einer Ruhezeit von 30 Minuten probierten wir den Salat.

papa15-klFazit: Wir waren schwer begeistert von diesem erfrischendem Salat und können nun nachvollziehen, warum er in Thailand so beliebt ist. Die ausgewogene Kombination von süß, sauer, salzig und scharf hat einen ganz besonderen Reiz. Die Minze ergänzte diese Mischung perfekt und die gerösteten Erdnüsse sorgten für eine erdig-warme Geschmacksnote. Der perfekte Salat zum Grillen, vielleicht zu scharf mariniertem Hühnchen oder Ähnlichem.

* In Thailand wird zu diesem Salat gern süßer Kokosreis gereicht. Der Vollständigkeit halber, auch wenn wir ihn nicht zubereitet haben.

Für den Kokoscreme-Reis:

  • 380 g thailändischer Jasminreis
  • 2 Pandanussblätter, verknotet (gibt’s tiefgekühlt im Asia-Laden)
  • 500 g Kokoscreme
  • 250 g Wasser
  • 1 große Prise Meersalz
  • 1 EL gehackter Palmzucker oder brauner Zucker

Man wäscht den Reis und läßt ihn anschließend in einer Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedeckt mindestens 2 Stunden quellen. Danach läßt man den Reis abtropfen und gibt ihn zusammen mit Wasser, Kokoscreme, Salz, Zucker und Pandanusblättern in einen Topf, bringt ihn bei schwacher Hitze zum Kochen und läßt ihn anschließend zugedeckt 15 Minuten köcheln. Vor dem Servieren sollte man ihn noch 5 Minuten ruhen lassen.

Aus: Vegetarische Rezepte der Welt Celia Brooks Brown

Advertisements

20 Gedanken zu „Som Tum – Thailands Salat Nummer Eins

  1. Ich staune, wie viele Leute diesen Salat kennen. Ich höre den Namen zum ersten Mal. Und grüne Papaya … da wüsste ich jetzt auch nicht, wie die schmeckt. Mit Schlangenbohnen und Palmzucker habe ich auch noch nie gearbeitet. Es gibt so viel zu entdecken. Wieder ein schöner Post, der meinen Horizont erweitert.^^
    Übrigens finde ich deine Bilderzusammenstellungen richtig toll.
    Liebe Grüße,
    Mari

    • Danke, Mari. Ich erweitere meinen kulinarischen Horizont auch sehr gern.
      Die Bildzusammenstellungen habe ich meinem Mitkoch und Fotografen Herr H. zu verdanken. Ich sebst fotografiere nicht besonders gut (und gern). Palmzucker finde ich im Geschmack sehr angenehm, da er deutlich weniger süß ist, als alle anderen Zuckerarten, die ich kenne und ein leichtes Malzaroma hat.
      Liebe Grüße,
      Eva

    • Ja, die Anzahl der Schalen ist leider begrenzt… 😉
      Die Papaya schmeckte leicht bitter-pfeffrig und soll, so habe ich gelesen, auch richtig doll gesund sein, wie so vieles. 😉

  2. Das hast du eindeutig geschickter gemacht mit dem Schneiden der Papaya als ich. Hast du die einfach auf einer Gemüsereibe gerieben? Ich hatte damals ein Rezept aus dem Internet, da hätte man die Papaya weichklopfen sollen, was mir nicht wirklich gelungen ist. Und diese Schlangenbohnen habe ich damals auch nicht bekommen. *neidneidneid*

    • Danke Susi. Das mit dem Klopfen habe ich auch gelesen, aber in meinem Kochbuch stand fein raspeln… Ich finde die Schlangenbohnen geschmacklich nicht unbedingt von hiesigen Brechbohnen zu unterscheiden.

  3. Ich war vorher einkaufen und hatte im Asialaden eine vergünstigte grüne Papaya in der Hand. Und dann habe sie wieder weggelegt, weil mir keine Verwertungsmöglichkeit einfiel. 😦 Vielleicht liegt sie ja noch da, wenn ich am Mittag mit dem Hund spazieren gehe. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s