Time for Tempeh – mit süß-saurem Gemüse

tempehDie Gerichte mit Tempeh haben uns in den letzten Wochen so gut geschmeckt, dass am Wochenende wieder ein Paket im Asialaden in meine Tasche wanderte. Dieses Mal für ein Rezept, das ich in Kim kocht neu von der in Südkorea geborenen, jetzt in Österreich lebenden Sohyi Kim gefunden habe. Ich sah das Rezept und sofort war mein Nachkochreflex aktiviert.

Und wieder durfte Herr H. das Messer schwingen.

Für das süß-saure Gemüse:

  • 1 Zucchini, in feine Streifen geschnitten
  • 2 kleine Möhren, gestiftelt
  • 2 Lauchzwiebeln, in Röllchen geschnitten
  • 4 Baby Pak Choi, halbiert
  • eine Handvoll Mungbohnensprossen, gründlich gewaschen
  • 1/2 rote Spitzpaprika, in feine Streifen geschnitten
  • 40 g Erdnüsse, gröstet und gesalzen
  • 2 kleine rote Chilis, fein gehackt
  • 1 EL Koriander, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 entsprechend großes Stück Ingwer, ebenfalls gehackt
  • 1 EL Öl zum Anbraten (Kim verwendet ein spezielles Woköl, das aus einer Mischung aus Knoblauch, Ingwer, schwarzem Pfeffer, dunklem Sesamöl und Sonnenblumenöl besteht. Ich habe die Zutaten einfach so hinzu gegeben.)

tempeh1-kl

Ich schnitt in der Zeit den Tempeh in Scheiben und blanchierte ihn einige Minuten in leicht kochendem Wasser, in der Hoffnung, dass er dadurch beim Braten nicht so viel Öl aufsaugen würde.

Für die Sauce:

  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Reisessig
  • 1 TL Kartoffelstärke
  • und zum Finish: einige Tropfen dunkeles Sesamöl

Ich erhitzte das Öl in der Wokpfanne und briet erst kurz die festeren Gemüse und dann dann Rest bei starker Hitze an, gab Erdnüsse und die Sauce hinzu. Da mir die Sauce durch die Kartoffelstärke etwas zu fest wurde, fügte ich noch einen Schluck Wasser hinzu. Herr H. kümmerte sich derweil um den Tempeh. Das Blanchieren schien gewirkt zu haben.

Das meiste Öl blieb in der Pfanne.  Zum Servieren gab ich den Tempeh zum süß-sauren Gemüse und schmeckte noch einmal mit Sojasauce und dunkelem Sesamöl ab. Dazu gab es schlichten Klebreis.

tempeh3-klFazit: Selten habe ich ein so gut ausbalanciertes Gericht gegessen, das dazu mit so wenig Gewürzen auskommt. Köstlich, bekömmlich und eiweißreich. An Tempeh scheiden sich die Geister. Manche sagen, es gäbe ihn günstiger im Baumarkt. Andere vermuten ihn als Ladenhüter im Naturkostladen in der Abteilung „vegan und glutenfrei“. Ich bin gewiß kein Fleischverächter, aber ich halte Tempeh inzwischen für eine gleichwertige Alternative und für eine Bereicherung unseres Speiseplans.

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16 Gedanken zu „Time for Tempeh – mit süß-saurem Gemüse

      • Der aus dem Asienladen. Holländischer Importeur, glaube ich. Ich war in verschiedenen Läden – der Tempeh war der gleiche.

      • Ja, dann ist das der, den ich auch habe (holländischer Importeur). Hm…du bist doch sonst nicht krüsch…ernsthaft, solltest du mal in Hamburg weilen, komm gern zum Essen vorbei (dann könnte ich dir ein winziges Stückchen Tempeh bestimmt schmackhaft machen :-)).

  1. Ich fahre in ein paar Wochen nach Wien. Frau „Kim“ steht schon auf meiner Liste. Muss nur noch meinen Mann überzeugen 😉
    @ Turbohausfrau: Ich bin auch gespannt…

    Tempeh..jetzt probiere ich ihn doch noch mal!

  2. Eva, du bist eine Anfixerin! Nun bin ich mir ganz, ganz sicher, dass ich auch Tempeh brauche, wenn du mit einem Rezept von „Kim kocht“ daherkommst … Wann die Kim schläft, fragt man sich als Wienern, denn die scheint hier an jedem schönen Eck ein Lokal zu haben und überall selbst zu kochen.

    • Echt, ich dachte sie hätte nur ein Lokal…naja, das Buch hat ein paar Jahre auf dem Buckel. Warst du denn schon mal in einem zum Essen? Auch auf deine Erfahrung bin ich gespannt 😉

  3. Liebe Eva, ich glaube, wir werden Dir alle gemeinsam bald die goldene Tempeh-Krone verleihen müssen ;-). Finde ich super, dass Du die Fahne hoch hältst, ich liebe das Zeug ja auch und werde Dir unterstützend beispringen, sobald ich meinen Winter-Rezepte-Stau weggebloggt habe. Also, zum Sommeranfang ;-). Dieses Rezept hier klingt köstlich – und schön sieht’s aus (Gruß an Herrn H. ;-)).

    • Eine muß sie ja hochhalten 😉 Und das Rezept sprang mich wirklich an (habe lange überlegt, ob ich’s verblogge…). Werde Herrn H. die Grüße ausrichten (wir mußten improvisieren, weil wir bei meinen Eltern waren)!

      • Danke, zumal fast alles an den Vorräten meiner Mutter gescheitert ist: Es gab keine Sojasauce (und etwas so Profanes hatte ich natürlich nicht mitgeschleppt…)! Zum Glück konnte die Nachbarin aushelfen 🙂

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