Kichererbse im Brot

KichererbsenbrotIch frage mich manchmal, ob es anderen auch so geht, dass sie Lebensmittel einkaufen, von denen sie noch gar nicht wissen, wozu sie sie benötigen. Mir passiert das häufiger. Beim letzten Besuch des Asialadens wanderte ein Kilo Kichererbsenmehl in meine Tasche, hatte ich nicht in einigen indischen Rezepten von dessen Verwendung gelesen? Da stand es nun, machte sich breit in meinem kleinen Vorratsschrank. Ich wollte ein Brot backen und hatte mir vom italienischen Supermarkt ein Fläschchen Haselnussöl mitgebracht, wofür brauche ich das gleich? Kichererbsenmehl, Haselnussöl, ein nussiges, durch die Kichererbse knuspriges Brot schwebte mir vor.

Für den Weizensauerteig:

  • 150 g Weizenmehl 1050er
  • 150 g Wasser
  • 30 g Anstellgut (das nehme ich nach dem Gehen direkt wieder ab für das nächste Brot)*
  • *Wer keinen Weizensauer hat, kann den Vorteig mit 1 g Hefe aktivieren

Der Weizensauerteig reifte 16-18 Stunden bei +/- 19°C. Am Backtag warf er munter Bläschen und roch angenehm säuerlich.

Für den Hauptteig:

  • Weizensauerteig (ohne 30 g Starter)
  • 150 g Weizenmehl 550er
  • 125 g Weizenmehl 1050er
  • 75 g Kichererbsenmehl
  • 150 g Wasser (evtl. 10 g mehr)
  • 30 g Haselnussöl
  • 10 g Salz
  • *falls ohne Weizensauer gebacken wird, kommen 8 g Hefe in den Hauptteig

Ich vermengte alle Zutaten in einer großen Schüssel grob miteinander und knetete den Teig anschließend ca. 10 Minuten. Weil er mir nach kurzem Kneten noch relativ trocken vorkam, gab ich etwas Wasser hinzu. Nach dem Kneten war der Teig elastisch und überhaupt nicht mehr klebrig. Nun durfte er drei Stunden bei Zimmertemperatur ruhen. Einmal pro Stunde faltete ich ihn mit der Teigkarte in der Schüssel. Dann formte ich einen länglichen Laib, den ich abgedeckt noch 90 Minuten gehen ließ. Ich schnitt ihn dreimal längs ein und buk ihn fallend von 230 auf 200°C ca. 45 Minuten. Ein herrlich nussiger Duft durchzog die winterlich ungelüftete Wohnung. Ein kontrollierender Blick in den Backofen offenbarte einen guten Ofentrieb und (danke für den Tipp, Björn), da ich das Brot im unteren Drittel des Ofen platziert hatte, keine Risse an unerwünschten Stellen.

KichererbsenbrotFazit: Mein erstes selbstkreiertes Brotrezept! Und es schmeckte genauso lecker nussig, wie es gerochen und mir vorgestellt hatte. Die Kruste war sehr knusprig und auch am nächsten Tag war die Krume noch schön saftig. Ich werde sicher weiter experimentieren.

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22 Gedanken zu „Kichererbse im Brot

  1. Pingback: BBD#64 Das Kraftpaket | Kochpoetin – In jedem Gericht ein Gedicht

  2. Schöne Geschichte mit den Lebensmitteln, von denen man nicht mehr weiß, was man damit mal vorhatte ;-). Brot sieht jedenfalls super aus! Und herzlichen Glückwunsch zum ersten eigenen Brotrezept. Für eine so leidenschaftliche Bäckerin wie Dich ist das bestimmt was sehr besonderes.

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