Tofu sweet & sour

Tofu sweet & sourWie Eline vom Küchentanz bin ich bekennender Speckvegetarier. Ich mag zwar auf meinem Brot am liebsten Käse, kann mehrere Tage oder auch Wochen ohne Riesensteaks oder dergleichen leben und liebe beim Grillen Auberginen & Co. Aber gegen ein feines Stück Fleisch gibt es von meiner Seite nichts einzuwenden und obwohl die meisten Salate oder kleinen, feinen Speisen auch ohne Speck ganz vorzüglich schmecken, gibt für mich das bißchen Speck eben das gewisse Etwas. Es gibt nur wenig Gerichte, denen ich ihn nicht insgeheim hinzufügen möchte. Doch der Tofu sweet & sour hat sich tatsächlich ganz vegetarisch (gar vegan) in mein Herz geschmuggelt. Und er ist, was ich überhaupt an den Rezepten aus diesem Kochbuch schätze, verblüffend einfach zuzubereiten, wenn man sich rechtzeitig dafür entscheidet. Der Tofu sollte am besten über Nacht (oder Tag) mariniert werden.

Für die Marinade:

  • 2 EL Sesamöl
  • 25g Erdnußöl
  • 32,5g Sojasauce (bei mir Kikkoman)
  • 2 EL Rohzucker
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 kleinhaselnußgroßes Stück frischer Ingwer
  • 1 TL Tomatenmark
  • 200g Naturtofu (es gibt unterschiedliche Qualitäten, frischer aus dem Asialaden ist meine erste Wahl. Wenn ich es mal nicht dorthin schaffe, tut es auch abgepackter aus dem Supermarkt)

Ich pürierte alle Marinadenzutaten mit dem Zauberstab und schnitt den Tofublock in 18 flache Stücke. Dann bedeckte ich die Stücke mit Marinade und ließ sie abgedeckt mindestens 8 Stunden im Kühlschrank stehen.

Tofu-sweetandsour

Dann spülte ich 100g Basmatireis, bis das Wasser klar ablief. Dazu gab ich bis zu 10 Mal Wasser in den Topf meines Reiskochers, kreiste mit der Hand darin und goss es ab. Nun durfte der Reis eine halbe Stunde ruhen. Dann gab ich 200g Wasser dazu. Den Rest erledigt mein treuer Reiskocher. Nach 20 Minuten war der Reis gekocht, weitere 20 Minuten ließ ich ihn ziehen. Nun briet ich den aus der Marinade (aufheben!) gefischten Tofu allseitig gut an und stelle ihn beiseite.

Für das Gemüse:

  • 1 mittlere Karotte, gestiftelt
  • 1 roter Peperone/Paprika, feine Steifen
  • 1 Frühlingszwiebel (oder das Grüne von einer Lauchstange)
  • 100g frische Shitakepilze (ich hatte nur weiße Champignons)
  • 1 EL Erdnußöl zum Anbraten
  • 150g Wasser
  • 3 TL Apfelessig (ich: Reisessig)
  • 1 EL Rohzucker
  • 1 TL Tomatenmark
  • 100g frische Ananas (zur Not geht auch Dosenware)
  • 100g frische Sojabohnensprossen (von mir hinzugefügt)
  • 1 TL Stärke zum Binden
  • Sojasauce zum Abschmecken

Tofu-sweetandsour

Ich erhitzte das Ernußöl in meiner Wokpfanne, gab Möhren und Paprika hinzu, rührte, bis alles mit dem Öl überzogen war. Dann schaltete ich die Hitze hinunter, gab die Lauchstreifen darauf und ließ alles mit Deckel ca. 10 Minuten schmoren. Dann fügte ich die Pilze hinzu und ließ das Gemüse zugedeckt weitere 5 Minuten schmoren. Dann gab ich die restlichen Zutaten hinein, band die Flüssigkeit mit etwas in kaltem Wasser aufgelöster Stärke und schmeckte mit Sojasauce und etwas Cayenne ab . Endlich kam auch Herr H. nach Hause. Fotozeit. Wir experimentierten. Im Winter gar nicht so einfach. Das liebe Licht… Dieses Mal hat es ganz gut geklappt und endlich durften wir uns an den Tisch setzten und eine warm gehaltene Portion genießen.

Tofu-sweetandsour

*Aus: Vegetarisch nach Lust und Laune Rolf Hiltl

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8 Gedanken zu „Tofu sweet & sour

  1. Hm, ob ich das wieder einmal angehe, mit dem Tofu. Wir sind bis jetzt keine Freunde geworden, nur ein Oliven-Tomaten-Kräuter-Tofu hätte es fast geschafft mich zu überzeugen, war dann aber plötzlich nicht mehr zu bekommen…
    Na gut, wenn ich es in ein Asiageschäft schaffe, dann nehm ich mir einen mit, aber wehe dir, wenn das dann nicht so gut wird, wie es aussieht! 😉

    • Ich bin überzeugt, dass es dir schmecken wird ;-),bin auch nicht der Megatofufan, aber so ist er richtig gut! Um fertig aromatisierten Tofu mache ich einen Riesenbogen…

  2. Wir sind einer Meinung, was das Speck-Vegetariertum angeht, den Tofu und die bevorzugte Soja-Sauce. Dein Foto da ganz oben, das ist toll. Ich kämpfe da ja noch immer mit den Tücken des Objekts.

    • Das Foto hat Herr H. gemacht, der hat die dicke kamera 😉 ich hatte die Idee, dass weniger auf dem Bild mehr sein könnte (hätte mir auch schon eher kommen können). Die Marinade ist übrigens wirklich köstlich. Habe sie erst beim zweiten Mal mit Erdnußöl gemacht (erstes Mal Olive). Das war eine Offenbarung 🙂

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